Die Geschäftsleitung von Continental in Regensburg möchte eine Verschlechterung des bestehenden Tarifvertrags durchsetzen. Begründung: Angebliche Kostennachteile des Standorts und dadurch ein Ausbleiben künftiger Aufträge. Die Folge wäre eine deutliche Verkleinerung des Werks, ein Abbau von Arbeitsplätzen mit weitreichenden Konsequenzen für den gesamten Standort.
Geschäftsleitung will neue Opfer
Gedroht wird mit Rumänien oder anderen Billigstandorten, die oftmals ohne die Unterstützung aus Regensburg erst gar nicht profitabel laufen würden. Nach Kurzarbeit, Abbau von 40-Stunden- Verträgen, Verschiebung der Tariferhöhung, Abbau von Nachtschicht, Versetzungen und vielem mehr soll nun die Belegschaft erneut Opfer bringen! Für Jürgen Scholz, den ersten Bevollmächtigten der IG Metall Regensburg stellt sich die Frage, ob der Angriff auf den Tarifvertrag eher politischer Natur ist, denn wirtschaftlich notwendig. „Regensburg ist ein guter Standort, mit einer bisher hoch motivierten, flexiblen und leistungsbereiten Belegschaft“, so Jürgen Scholz. Er forderte das Unternehmen auf, diese gesunde Basis nicht zu zerstören. Die Chance für Regensburg liegt darin, besser zu sein und nicht billiger. Mit rumänischen Löhnen können die Beschäftigten nicht konkurrieren, geschweige denn deutsche Mieten bezahlen!
Besser statt billiger
Ziel der IG Metall ist es, die Beschäftigung in Regensburg zu sichern, am besten ohne in bestehende Tarifverträge einzugreifen. Dazu wurde in der Mitgliederversammlung Ende Dezember der Startschuss für die Aktion Besser statt billiger gegeben.
Bereits in der Betriebsversammlung wurden in Wortbeiträgen eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation des Standortes Regensburg gemacht. Diesen Faden wollen IG Metall und Betriebsrat aufgreifen und konkrete Hinweise und Vorschläge sammeln. Dazu wird heute am Conti-Standort in Regensburg ein entsprechendes Flugblatt verteilt. (Siehe conti1-2010 ansicht.pdf)
- Dateien:
conti1-2010_ansicht.pdf



