Die Arbeitgeber im Kfz-Handwerk haben es nicht anders gewollt. Bei der ersten Verhandlungsrunde am 2. April 2008 legten sie nicht etwa ein Angebot vor, sondern stellten Forderungen: Mehrarbeit, weitere Flexibilisierung, Ausweitung der Arbeitszeitkonten. Die Antwort der Kolleginnen und Kollegen ist eindeutig: Warnstreik!
Nur so, das ist klar, kann den Arbeitgebern klar gemacht werden, dass in dieser Tarifrunde nur eines zählt: Alle Tarifverträge müssen wieder in Kraft treten und mehr Geld muss her. Die 5,5 Prozent, die die Tarifkommission als Forderung vorgelegt hat, sind eine maßvolle Erhöhung. Die Inflation frisst Löcher in den Geldbeutel, insbesondere Sprit und Strom sind überdurchschnittlich teurer geworden.
Also brauchen die Beschäftigten im Kfz-Handwerk eine ordentliche Entgelt-Erhöhung. Norbert Zaja, Betriebsratsvorsitzender bei der BMW-Niederlassung in München: „BMW wirbt mit dem Slogan wegweisend und wertschöpfend. Wir sagen: Tarifverträge sind wegweisend und wertschöpfend.“
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. April statt. Die Kolleginnen und Kollegen im Kfz-Handwerk erwarten von den Arbeitgebern, dass sie dann ein vernünftiges Angebot vorlegen. Ein Angebot, das zu einem Tarifabschluss führt. Wenn nicht: Dann kann aus den Warnstreiks ein richtiger Streik werden!
Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern haben gezeigt, dass sie bereit sind, für die Forderung ihrer Tarifkommission und ihrer Gewerkschaft zu kämpfen. Wo immer die IG Metall zum Warnstreik aufrief, verließen die Beschäftigten die Betriebe. Wenn die Arbeitgeber klug sind, dann verstehen sie, dass es ernst wird.
Warnstreiks gab es bisher unter anderem bei den Daimler-Niederlassungen in Neu-Ulm, München, Schweinfurt, Nürnberg, Augsburg, Würzburg und Regensburg. Auch bei den BMW-Niederlassungen in München und Nürnberg traten die Kolleginnen und Kollegen in den Warnstreik, genauso wie die von MAN in Regensburg, Nürnberg und Augsburg und die Beschäftigten von MAHAG in München.
Am 14. und 15. April werden die Warnstreiks fortgesetzt.
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