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07.04.2006
Metaller mit Macht gegen Blockade am Verhandlungstisch

(München) Als besonders beeindruckend werte die IG Metall Bayern die Beteiligung bei den Warnstreiks, Protestaktionen und Kundgebungen in der ersten „Warnstreikwelle“ Mehr als 102.000 Arbeiter, Angestellte und Auszubildende legten bei 250 Veranstaltungen zwischen einer halben und drei Stunden die Arbeit nieder.

In der ersten Woche waren es 59.190, in der zweiten bis Freitag Mittag über 43.000 Warnstreikende. „Auch das unakzeptable Tarifangebot verstärkt den Unmut in Betrieben und Verwaltungen. Da müssen doch bei jeden vernünftigen Arbeitgeber die Alarmglocken schrillen. Diese Art führt geradezu in einen unbefristeten Streik“, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Die Erfüllung der 5-Prozent-Forderung der IG Metall belaste die Unternehmen nur mit 0,88 Prozent, da nach Angaben des Arbeitgeberverbandes der durchschnittliche Lohnkostenanteil nur 17,4 Prozent betragen. „Das sollen die Unternehmen nicht verkraften können oder sie gar in den Ruin treiben?“, fragt Neugebauer. Er fordert die bayerischen Metallarbeitgeber auf, bei der 3. Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Mit dem Liliput-Angebot von 1,2 Prozent ist die Verhandlung schnell zu Ende. Das löst den Tarifkonflikt nicht, sondern verschärft ihn.“

Die IG Metall Bayern wird nach Ostern in der großen Tarifkommission entscheiden wie es weiter geht. Neugebauer: „Wir werden sicher noch den Druck verstärken. Wenn sich nichts bewegt, beantragen wir das Scheitern der Verhandlungen und die Urabstimmung.“

Bei 18 Aktionen am Freitagvormittag haben sich nach Angaben der IG Metall Bayern über 4 000 beteiligt. Die meisten Belegschaften zeigten ihren Protest durch früheren Feierabend. „Sie gehen kollektiv ein bis zwei Stunden gehen früher ins Wochenende, das ist ein klares Zeichen: Schluss mit der Blockade.“

Bei den Nachmittagsaktionen sind laut die IG Metall Bayern noch 7 000 Teilnehmer in 45 Aktionen aufgerufen.

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Tarifrunde 2012

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