Der Mitgliederschwund der acht DGB-Gewerkschaften hat sich im letzten Jahr deutlich verlangsamt. Zum 31.12.2008 hatten die Einzelgewerkschaften im DGB zusammen 6.371.475 Mitglieder (minus 1,08 Prozent). Die größte Einzelgewerkschaft ist weiterhin die IG Metall.
Die IG Metall mit 2.300.653 Mitgliedern (-0,25%) nicht nur die größte Gewerkschaft im DGB, sondern wohl weltweit die größte organisierte Arbeitnehmer-Vertretung. Die IG Metall stellt damit 36,1 Prozent aller Gewerkschaftsmitglieder.
Innerhalb des DGB folgt ver.di mit 2.180.229 Mitglieder (-1,13%) vor der IG BCE mit 701.053 (-1,71%), dies geht aus der Mitgliederstatistik hervor, die der DGB am Donnerstag vorstellte. Anteilig am meisten Mitglieder verloren die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit jetzt 336.322 Mitglieder (-4,38%) und TRANSNET 227.690 Mitglieder (-4,92%). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hingegen konnte die Zahl ihrer Gesamtmitglieder sogar steigern, auf jetzt 251.900 (+1,25%). Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten (NGG) hatte zum Jahresende 205.795 Mitglieder (-1,03%) und die Gewerkschaft. der Polizei (GdP) 167. 923 Mitglieder (-0,30%).
Frauenanteil leicht gestiegen
Leicht gestiegen ist der Anteil der Frauen von 31,9 Prozent auf 32 Prozent. Die anteilig meisten Frauen gibt es in der GEW 69,6 Prozent, die wenigsten in der IG BAU (18,5) und der IG Metall. In der IG Metall sind 407.845 Frauen Mitglied, was einem Anteil von 17,7 Prozent entspricht.
Mit Ausnahme der GEW haben alle Gewerkschaften mehr männliche als weibliche Mitglieder, auch wenn bei ver.di der „Männerüberschuss“ so gering ist, dass sich rechnerisch ein Anteil von 50:50 ergibt.



