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23.01.2009
„Beispielloses Managementversagen führt Qimonda in die Insolvenz“

(Pressedienst 3 / 2009) „Eine schier endlose Serie von Managementfehlern hat den Speicherchiphersteller Qimonda in die Insolvenz geführt“, sagte IG Metall Bezirksleiter Werner Neugebauer zum heutigen Insolvenzantrag des Unternehmens beim Amtsgericht München.

Die Fehler hätten bereits mit der Ausgliederung aus Infineon begonnen, sagte Neugebauer, die IG Metall habe bereits damals darauf hingewiesen, dass Qimonda zu klein und nicht überlebensfähig ist.

Einfach einen Teil des Unternehmens ausgliedern und ohne Partner auf den Markt werfen, funktioniere eben nicht, so Neugebauer. Den Managern sei es auch in den folgenden Jahren nicht gelungen einen Partner oder Investor zu finden, hinzu kam ein eklatanter Mangel an marktgerechter Produktentwicklung.

Neugebauer: „Grob fahrlässig haben die Manager eine ganze Technologie am Standort Deutschland gegen die Wand gefahren, ausbaden müssen es jetzt wieder einmal die Mitarbeiter.“

Neugebauer forderte die Freistaaten Bayern und Sachsen sowie die Bundesregierung auf, das jetzt noch Mögliche zu unternehmen, um aus der Insolvenz heraus möglichst viele Arbeitsplätze zu retten und diese Hochtechnologie am Standort Deutschland zu erhalten. Neugebauer: „Die bereits sehr weit fortgeschrittenen Rettungskonzepte unter Einbeziehung der portugiesischen Regierung müssen unter den neuen Bedingungen intensiviert werden“. Dabei werde man auch ernsthaft über die Qualifikation des bislang handelnden Managements reden müssen.

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