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17.01.2008
„Ein atemberaubendes Jahr“

Das Jahr 2007 war für Airbus erneut ein Rekordjahr. Die Fluggesellschaften haben 1 341 Maschinen bestellt, dies sind fast 300 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2005. "Das war ein atemberaubendes Jahr“ sagte Airbus-Chef Tom Enders. Das werden die Beschäftigten auch denken, wenn auch aus anderen Gründen: Denn der Stellenabbau geht noch schneller voran als geplant und unvermindert weiter.

Airbus im Steigflug

Airbus verbuchte neue Festbestellungen im Wert von 157,1 Mrd. USD zu Katalogpreisen, teilte das Unternehmen am Mittwoch am Firmensitz im südfranzösischen Toulouse mit. Diese Bestellungen umfassen 913 Flugzeuge der A320-Familie, 405 Flugzeuge der A330/A340/A350-Familien und 23 A380. Diese Zahlen belegten die anhaltend hohe Nachfrage nach allen Mitgliedern der Airbus-Produktfamilie. Der Auftragsbestand für die neue A350 XWB wuchs auf 292 Festbestellungen an.

 

Auslastung für die nächsten sechs Jahre, aber massiver Stellenabbau

Mit Ende 2007 standen insgesamt 3 421 Flugzeuge in den Airbus-Auftragsbüchern. Dieser Auftragsbestand entspräche bei den stetig steigenden Fertigungskadenzen etwa sechs Produktionsjahren gab das Unternehmen bekannt. Allein die neuen Aufträge haben einen Katalogwert von 157,1 Milliarden Dollar. Dies ist der bisher höchste Auftragsbestand in der Luftfahrtbranche.

 

Das Airbus-Sanierungsprogramm Power 8 führte im ersten Jahr zu Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 300 Mio. EUR und hat damit die Erwartungen des Unternehmens für 2007 weit übertroffen. In Wirklichkeit sind es wohl sogar über 500 Mio. Euro, die bereits eingespart wurden. Die Süddeutsche Zeitung zitiert Airbus-Chef Tom Enders: "Der offizielle Wortlaut ist über 300 Millionen Euro an Einsparungen. Ich kann Ihnen sagen, dass es fast 500 Millionen sind“

 

Von den 10 000 Stellen im Verwaltungsbereich, die bis 2010 insgesamt gestrichen werden sollten, wurden bisher 30 Prozent abgebaut.

 

Airbus will wegen des schwachen Dollars das Sparprogramm Power 8 noch weiter verschärfen, entsprechende Maßnahmen würden derzeit erarbeitet. Weitere Stellenstreichungen zu den 10 000  bereits angekündigten schloss Enders jedoch aus.

 

Das Management will offenbar am geplanten Verkaufsprozess festhalten. Als bevorzugter Bieter für die deutschen Standorte Varel, Nordenham und Augsburg ist ein Joint Venture mit der Bietergruppe MT Aerospace (OHB) mit dem Finanzinvestor Cerberus (USA) ausgewählt worden. Bis Sommer 2008 soll ein endgültiges Ergebnis erzielt werden.

 

Bisher wurde weder dem Gesamtbetriebsrat noch der IG Metall Konzepte oder die Wirtschaftlichkeitsberechnung dargestellt.

 

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