Im Tarifkonflikt über eine neue Altersteilzeitregelung setzt die IG Metall weiterhin auf eine Verhandlungslösung vor der anstehenden Lohnrunde. Dies sagte der baden-württembergische Bezirksleiter Jörg Hofmann am Sonntag in Stuttgart. Eine Chance für eine Beilegung des Konflikts sieht er in regionalen Gesprächen.
Am Montag wird die Große Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg und am Dienstag der Vorstand der IG Metall in Frankfurt über das weitere Vorgehen beraten, nachdem am späten Freitagabend die Tarifverhandlungen über eine neue Altersteilzeit für die baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie in der siebten Runde gescheitert sind. Im April hatten IG Metall und Gesamtmetall vereinbart, dass in Baden-Württemberg ein Pilotabschluss zur „Neuen Altersteilzeit“ gesucht werden soll, der dann von den anderen Bezirken übernommen werde.
IG Metall-Verhandlungsführer Jörg Hofmann warf den Arbeitgebern vor, durch "eine Rolle Rückwärts am Verhandlungstisch" die Einigung unmöglich gemacht zu haben. Hofmann sagte, die Arbeitgeber seien nicht bereit gewesen, den Zugang zur Altersteilzeit zu verbreitern.
Die IG Metall warf den Arbeitgebern vor, einen bereits gefundenen Kompromiss bei der siebten Verhandlungsrunde zurückgenommen zu haben. Hauptknackpunkt der Gespräche war die Frage, wie viele Mitarbeiter pro Betrieb maximal Anspruch auf Altersteilzeit haben sollten.



