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19.06.2008
„Für jung, für alt, für alle“ – 5.500 Beschäftigte demonstrieren in Schweinfurt für eine neue Altersteilzeit

(Pressedienst 22 / 2008) Im Rahmen der Aktionswoche der IG Metall haben heute in Schweinfurt 5.500 Beschäftigte der Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in der Region für eine Neue Altersteilzeit demonstriert.

Nachdem die fünfte Runde der Tarifverhandlungen über eine neue Altersteilzeit in der Nacht ergebnislos abgebrochen wurde, protestierten am Donnerstag Vormittag an der Hahnenhügelbrücke in Schweinfurt Beschäftigten von Schaeffler, SKF, ZF Sachs, Bosch Rexroth, SKF, SRAM, Linear und Horton Europe unter dem Motto „Für jung, für alt, für alle“ gegen die unbewegliche Haltung der Arbeitgeber.

 

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schweinfurt, Klaus Ernst, forderte von Politik und Arbeitgebern eine Fortsetzung der Altersteilzeit und sagte: „Wer den Menschen die Altersteilzeit nimmt, nimmt ihnen Lebenszeit.“

 

Die IG Metall kämpft für einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit mit verbindlichen Regeln und einer anständigen materiellen Ausstattung. Die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in der Region Schweinfurt können die Altersteilzeit bezahlen, so Ernst: „Sie schreiben alle Rekordergebnisse.“

 

Obwohl es zwischen den Tarifparteien eine Vereinbarung gibt, bis Ende Juni einen Tarifvertrag abzuschließen, halten die Arbeitgeber an ihrer skandalösen Einschränkung des Zugangs für belastete Arbeitnehmer fest. Die IG Metall fordert die Arbeitgeber auf, den Protest der Belegschaften ernst zu nehmen. Sonst ist eine Ausweitung des Konflikts unvermeidlich.

 

Die Verweigerungshaltung von Teilen der Politik und die Weigerung der Arbeitgeber, endlich den Weg für einen neuen Tarifvertrag über Altersteilzeit freizumachen, nannte Klaus Ernst völlig unverständlich. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Arbeitgeber angesichts der Realität am Arbeitsmarkt in vielen Bereichen selbst nicht sagen können, wie die Rente mit 67 funktionieren soll: „Wir sollen bis 67 arbeiten, aber sie sagen uns nicht wo und sie sagen uns nicht, wie wir das aushalten sollen.“

 

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