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Automobilkonferenz 2010
31.01.2008

Von: MJ

Warnstreiks in der Stahlindustrie

Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde für die Eisen- und Stahlindustrie kein Angebot vorgelegt haben, hat die IG Metall-Tarifkommission den Aufruf zu Warnstreiks ab Freitag, den 01.02.2008 beschlossen.

Damit soll den Forderungen nach 8 Prozent höheren Einkommen, um 100 € höheren Ausbildungsvergütungen und dem Verhandlungsziel einer Arbeitszeitverkürzung für Ältere Nachdruck verliehen werden.

 

Die IG Metall hatte von Anfang an darauf hingewiesen, dass sie eine schnelle Entscheidung will. Sollte bis Mitte Februar kein entscheidungsfähiges Ergebnis zu erzielen sein, müssten die Arbeitgeber sich auf Urabstimmung und Streik einstellen", hatte der IG Metall-Verhandlungsführer, Oliver Burkhard bereits nach der ersten Verhandlungsrunde erklärt. Selbst die Arbeitgeber könnten die außerordentlich gute Ertragslage im Jahr 2007 und die stabile Perspektive für 2008 nicht leugnen: "Damit ist klar: Mehr muss her, und zwar schnell.“

 

"Mit uns geht keine Hinhaltetaktik auf. Sprudelnde Gewinne gehören auch den Beschäftigten. Der Branche geht es gut, wie kaum einer anderen, sagte Burkhard nach dem Beschluss der Tarifkommission."

 

Die Friedenspflicht endet am Donnerstag, 31. Januar, um 24.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt sind Warnstreiks möglich. Die IG Metall will gleich richtig Druck machen: Einen ersten Warnstreik wird es am Freitag, den 01.02.2008 um 0.01 Uhr durch die Beschäftigten der Salzgitter AG geben.

 

In Nordrhein-Westfalen beginnen die Warnstreiks am 06.02.2008 bei Thyssen-Krupp Nirosta, im Werk Düsseldorf-Benrath. Den Schwerpunkt der Warnstreiks wird es am 07.02.2008 geben, unter anderem in Duisburg, Bremen und Siegen. Weitere Warnstreiks sind für den 08.02.2008 sowie in der darauf folgenden Woche geplant.

 

Am 12.02.2008 wird in dritter Runde ab 15.00 Uhr im Maritim Hotel Gelsenkirchen verhandelt.

 

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