Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat eine aktivere Rolle und eine größere Unterstützung der Bundesregierung im Kampf der Gewerkschaften und Betriebsräte um die Arbeitsplätze bei Airbus gefordert.
„Die Bundesregierung muss ihre vornehme Zurückhaltung aufgeben und sich aktiv und unmittelbar für den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen bei Airbus einsetzen“, sagte Peters am Sonntag in Frankfurt.
Einen Tag vor dem Spitzentreffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Airbus-Stammsitz Toulouse machte der Gewerkschafter deutlich, dass die Beschäftigten „nach monatelanger Hängepartie ein klares Signal ihrer Bundesregierung gegenüber dem Management von Airbus erwarten.“
Es sei angesichts milliardenschwerer Neuaufträge und der Entwicklung neuer Flugzeugtypen nicht nachvollziehbar, dass das Airbus-Management an den Abbauplänen festhalten würde, sagte Peters. „Airbus ist kein Sanierungsfall, wie das Management Glauben machen will, sondern angesichts der Leistung, der Qualifikation und dem Einsatz seiner Mitarbeiter ein Unternehmen der technologischen Spitzenklasse.“ Die Pläne des Managements müssten vom Tisch, forderte Peters.



