Nach dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband hat das Infineon-Management mitgeteilt, man wäre bereit, mit der IG Metall Bezirksleitung Bayern zu „diskutieren“ .Kein Wort von Verhandlungen oder konkreten Terminvorschlägen. Auf die Forderungen der Tarifkommissionen in München und Regensburg reagierte das Unternehmen mit keiner Silbe.
Ein Schreiben des Infineon-Vorstands an die IG Metall-Bezirksleitung Bayern kündigte einen Terminvorschlag an, der bislang nicht erfolgt ist; auch machte Infineon kein Angebot für eine wie auch immer geartete kollektive Regelung.
Aus Sicht der IG Metall stellt sich damit die Frage, ob der Vorstand bewusst auf Zeit spielt und abwartet, wie die Belegschaft reagiert. In seiner wirtschaftlich ohnehin schwierigen Lage setzt Infineon offenbar auf Konfrontation statt auf Kooperation - der gemeinsame Widerstand von Betriebsräten, Belegschaften und IG Metall mit dem Ziel einer Beschäftigungssicherung auf der Basis einer Tarifbindung ist die Folge.
An den betroffenen Standorten München und Regensburg werden daher ab Freitag Flugblätter verteilt, die über den Stand der Dinge informieren und mit einer Gegenüberstellung der gesetzlichen und der tariflichen Regelungen aufzeigen, was auf dem Spiel steht: Faire Arbeitsbedingungen unter anderem in Sachen Entgelt, Arbeitszeit, Altersteilzeit und Übernahme von Auszubildenden.
Die Flugblätter können als PDF über untenstehende Links heruntergeladen werden.



