IG Metall und DGB rufen gemeinsam mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund zur Kundgebung am 16. Dezember in Straßburg auf. Das Europäische Parlament wird in dieser Sitzungswoche über die Rechte für Europäische Betriebsräte, die Verschlechterung der europäischen Arbeitszeitregulierung sowie die Mitbestimmung in europäischen Unternehmen entscheiden.
Für ein sozialeres Europa werden an diesem Tag zehntausende Gewerkschafter in Straßburg demonstrieren. Sie wehren sich gegen eine Politik, die soziale und arbeitsrechtliche Standards in Europa verschlechtert! So höhlen die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofes bestehende Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte aus. Dennoch weigert sich die Europäische Kommission beharrlich, die Entsenderichtlinie zu novellieren. Gleichzeitig startet die EUKommission Angriffe auf die Arbeitnehmerrechte und die Mitbestimmung in den Unternehmen - zuletzt beim VW-Gesetz. Hinzu kommt die geplante Verschlechterung der Arbeitszeitrichtlinie.
In Aufruf (siehe Anhang) fordern die Gewerkschaften:
- Vorrang der sozialen Grundrechte vor den wirtschaftlichen Binnenmarktfreiheiten
- bessere Arbeitnehmerrechte in Europa
- gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort
- Verbot von Lohn- und Sozialdumping
- mehr Rechte der europäischen Betriebsräte und mehr Mitbestimmung in europäischen
- Unternehmen
- keine Verschlechterung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie
- wirkungsvolle Regulierung der Finanzmärkte
Die Demonstration in Straßburg beginnt um 13.30 Uhr und endet mit der Abschlusskundgebung gegen 16.00 Uhr. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland richtet der DGB eine zentrale Anlaufstelle in Straßburg ein. Die Anreise nach Straßburg wird über den DGB organisiert. Interessierte Kolleginnen und Kollegen wenden sich bitte direkt an ihre zuständige DGB-Region.



