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19.01.2007
Vom Profit müssen alle profitieren

(Pressedienst 04/2007) In den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sowie in den Gliederungen der IG Metall wird seit Jahresanfang über die Höhe der Forderung für die anstehende Tarifrunde diskutiert. In Nürnberg hat die Tarifkommission der IG Metall Bayern erste Eckpunkte festgelegt.

Auf der Jahrespressekonferenz der IG Metall Bayern, sagte der Bezirksleiter, Werner Neugebauer heute in München: „Angesichts der glänzenden Gewinne der Branche erwarten die Kolleginnen und Kollegen eine deutliche Einkommenssteigerung und ein Ergebnis, dass über dem des letzten Tarifabschlusses liegt.“ In den Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie wird derzeit eine Forderung in der Höhe zwischen 6% und 7% diskutiert.

 

Werner Neugebauer verwies auf glänzende Renditen der Unternehmen, die unterdessen wieder auf Höhe der Boomjahre Ende der Neunziger angekommen ist. Der deutliche Anstieg der Kapazitätsauslastung auf neue Rekordhöhen und die teilweise zweistelligen Zunahmen der Auftragseingänge sprechen dafür, dass der Boom auch im Jahr 2007 anhalten wird. Die Metallindustrie ist in den letzten Jahren stärker als die Gesamtwirtschaft gewachsen.

 

Werner Neugebauer: „Die bayerische Wirtschaft hat 2006 ihren 13. Exportrekord in Folge gefeiert. 2/3 dieser Erfolgsstory gehen auf das Konto der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der elektrotechnischen Erzeugnisse – also genau des Bereiches, über dessen Tarifvertrag wir ab Mitte

März verhandeln."

„Das Gejammer der Arbeitgeber über Standortnachteile durch angeblich zu hohe Löhne ist mehr als lächerlich. Bei einem Standortnachteil würden die Rekorde nicht immer ausgerechnet im Ausland erzielt werden“, erklärte Neugebauer weiter.

 

Die IG Metall Bayern sieht sich durch die aktuellen Mitgliederzahlen gestärkt und gut gerüstet für die kommende Tarifrunde. 17.053 Beschäftigte sind im letzten Jahr der IG Metall in Bayern beigetreten. Die IG Metall Bayern hatte am 31.12. 2006 insgesamt 353.865 Mitglieder (-0,8%). Mitgliederverluste gab es insbesondere bei Rentnern und Arbeitslosen, die Zahl der Mitglieder in den Betrieben ist dagegen nahezu konstant geblieben (-0,04%). Bei den jugendlichen Mitglieder hat die IG Metall in Bayern letztes Jahr einen Mitgliederzuwachs von 0,7% zu verzeichnen, damit sind 12,1% der Mitglieder Jugendliche, dies ist nicht nur der beste Wert aller IG Metall-Bezirke, sondern der beste Wert aller Gewerkschaften in der Bundesrepublik. Bei den Auszubildenden ist der Zuwachs sogar noch deutlicher ausgefallen. (+ 1,7%) Auch bei der Gruppe der Angestellten hat die IG Metall Bayern in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen (+2,3% gegenüber 2005).

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Tarifrunde 2012

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