Die IG Metall Nürnberg hat eine umfangreiche Befragung in der Nürnberger Metall- und Elektroindustrie durchgeführt: "Daraus wird ersichtlich, die weltweite Wirtschaftskrise hat Nürnberg schwer getroffen", so Jürgen Wechsler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg.
Im abgelaufenen Jahr sind die Auftragseingänge um ein Drittel gegenüber 2009 gesunken. "Auch wenn die Beschäftigung von Mitte 2008 bis Ende 2009 um 1.931 Beschäftigte gesunken ist, konnten ca. 10.000 Arbeitsplätze in den Nürnberger Betrieben gesichert werden", stellt Jürgen Wechsler (Bild) heute auf einer Pressekonferenz in Nürnberg fest. (Die Folien zur Pressekonferenz finden sie im Anhang als pdf-Datei)
2009 war ein Jahr der Kurzarbeit, von der allein in der Nürnberger Metall- und Elektroindustrie 45 Betriebe mit 25.980 Beschäftigten betroffen waren.
Erfreut stellt die IG Metall Nürnberg fest, dass sowohl die Ausbildungsplätze auf einem hohen Niveau erhalten werden konnten, als auch die Übernahme weitestgehend durchgesetzt wurde. "Die IG Metall Forderung nach einem Schutzschirm für Beschäftigung war richtig und muss auch für das Jahr 2010 gelten. Daran werden wir als IG Metall Nürnberg alle Arbeitgeber, aber auch die Politik messen", sagt Wechsler.
Noch kein Ende der Krise
Die Umfrage zeigt, dass die Krise auch 2010 unvermindert anhält und der Druck auf Betriebe und Beschäftigung bestehen bleibt. „Wir sehen noch kein Ende der Krise und warnen alle Verantwortlichen in dem Bestreben nachzulassen: Keine Entlassungen in der Krise“, fordert Jürgen Wechsler.
"2010 wird es weiter darum gehen, Beschäftigung zu sichern, Liquiditätsprobleme der Unternehmen durch Banken zu verhindern und Kurzarbeit statt Entlassungen durchzusetzen. Die IG Metall Nürnberg wird alles daran setzen, dass die Krise nicht zu Lasten der Beschäftigten in der Metallindustrie geht."
Die IG Metall Nürnberg geht gestärkt in das Jahr 2010, auch dadurch, dass im abgelaufenen Jahr über 1300 neue Mitglieder in den Betrieben geworben wurden.



