In einer zweiten Urabstimmung haben sich 50,35 Prozent der stimmberechtigten Gewerkschaftsmitglieder beim IT-Dienstleister EDS OS GmbH für ein Ende des Streiks ausgesprochen. Erforderlich sind mindestens 25 Prozent. Die Mehrheit akzeptiert damit das Ergebnis vom 3. Juli. In den Standorten geht es jetzt an die Umsetzung der Vereinbarungen.
Mehr als neun Monate hat sie gedauert, die Auseinandersetzung bei EDS OS GmbH, davon fünf Wochen im Streik. Ursprünglich wollte das von Hewlett-Packard übernommene Unternehmen 1150 Stellen in Deutschland abbauen, davon 839 bei der zentralen Einheit EDS Operating Systems. Nach dem jetzt erzielten Ergebnis werden insgesamt maximal 500 Stellen gestrichen, davon höchstens 300 durch betriebsbedingte Kündigungen. (siehe auch: „Einigung bei EDS“)
Das Urabstimmungsergebnis entspricht der Stimmung: keine große Euphorie, aber auch keine Frustveranstaltung. Vor allem das Freiwilligen-Programm, über das Beschäftigte mit Aufhebungsverträgen und gut dotierten Abfindungen ausscheiden können, kommt gut an.
Helga Schwitzer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall sagte an die Streikenden gerichtet: „Ihr habt Euren Streik mit einem Ergebnis beendet, das nicht überall begeistert aufgenommen worden ist. Das haben Kompromisse so an sich. Es gibt nichts schön zu reden. Aber wir sollten uns die Auseinandersetzung und ihr Ergebnis auch nicht schlecht reden lassen. Ihr habt hart und ausdauernd gekämpft. Ohne Arbeitskampf wäre dieses Ergebnis nicht erreicht worden“,
Weitere Stimmen und Stellungnahmen zum Ergebnis gibt es in den Tarifnachrichten EDS (als pdf-Datei im Anhang).
- Dateien:
Tarifnachrichten_EDS.pdf



