Es ist was faul im deutschen Bundesstaat. Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen sind chronisch unterfinanziert. Mit Kundgebungen und Aktionen in mehreren Städten hat gestern die bundesweite Protestwoche gegen Missstände im Bildungswesen begonnen. Die Aktionen gehen noch bis zum 19. Juni, zentraler Streiktag ist heute.
Heute werden wieder tausende Schüler und Studenten für ein besseres, für ein anderes Bildungssystem auf die Straße gehen. Die IG Metall Nürnberg unterstützt die Forderungen der Schüler und Studenten: „Wir brauchen dringend Reformen an den Schulen,“ so Jürgen Wechsler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg. „Schule muss einen jungen Menschen qualifizieren und auf sein späteres Leben vorbereiten. Wir können es uns nicht leisten, dass unser Bildungssystem die Schwachen vernachlässigt und nur die Starken fördert.“ So Wechsler weiter.
Die Forderung nach mehr Lehrkräften an Schulen und Hochschulen, die Rücknahme des G8 sowie die Forderungen nach einer gebührenfreien (Hoch-)Schule fassen die Schüler unter der Forderung für ein selbstbestimmtes Lernen und Leben zusammen. „Die Forderungen der Schüler und Studenten scheinen auf den ersten Blick utopisch zu sein. Doch mit dem Willen der Veränderung können wir gemeinsam ein solidarisches Bildungssystem der Chancengleichheit schaffen“, so Jürgen Wechsler.
Die Politik müsse die wachsenden Proteste der Schüler und Studenten endlich ernst nehmen. Es dürfe nicht wieder dazu kommen, dass Schüler für ihren Einsatz zur Verbesserung des Schulsystems bestraft und gemaßregelt werden, ihre Vorschläge und Forderungen aber missachtet werden.
Die IG Metall Nürnberg fordert die Politik auf: Hören sie bei den Protesten genau hin. Prüfen sie die Anliegen der Schüler vorbehaltlos und treten sie in den Dialog mit den Schülern und Studenten. Die IG Metall Nürnberg wirbt in den Betrieben der Verwaltungsstelle dafür, die Schüler und Studenten bei ihrer Protestkundgebung zu unterstützen.



