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22.02.2007
Das Wunschkonzert der Arbeitgeber

Eine Zwei vor dem Komma, die aber auch nicht in Gänze tabellenwirksam, sondern gesplittet in einen „nicht allzu hohen tabellenwirksamen Teil“ und eine Einmalzahlung und als ob das nicht schon des Schlechten genug wäre, auch noch die Möglichkeit beim Weihnachtsgeld betrieblich um bis zu 10 Prozent nach unten abzuweichen zu können.

So die Wunschvorstellungen von Dr. Helmut Keese, Verhandlungsführer des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM), wie er sie gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung zum Ausdruck brachte.

 

So schaut das also aus, wenn Arbeitgeber die Beschäftigten „angemessen am Zuwachs und Erfolg beteiligen“ wollen, wie dies Gesamtmetall-Chef Kannegiesser Anfang Dezember letzten Jahres in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung ankündigte.

 

Klar sei, dass die Geschäfte der Metallbranche gut liefen. Daran "wollen und sollen" die Arbeitnehmer partizipieren, sagte Kannegiesser. Dass sich an diese Aussagen schon im Februar niemand im Arbeitgeberlager mehr würde erinnern können, befürchtete die IG Metall schon damals. Der IG Metall-Vorsitzende Jürgen Peters zeigte sich bereits im Dezember in einem Interview mit der gleichen Zeitung skeptisch, dass die Arbeitgeber dies auch umsetzten.

 

„Die ökonomische Theorie, wonach der Arbeiter für seine Arbeit auch einen Lohn bekommen soll, ist aus der Mode gekommen.“ Kurt Tucholsky

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