(Pressedienst 37 / 2007) Mit einem gemeinsamen Aktionstag haben heute europaweit die Beschäftigten bei Nokia Siemens Networks (NSN) ein Zeichen gegen Personalabbau und Ausgliederungen gesetzt.
Der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) hatte die Arbeitnehmer bei NSN in ganz Europa aufgerufen, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze, der bedrohten Bereiche und Standorte einzusetzen.
In Deutschland hat NSN den Abbau von fast 3.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Damit ist nahezu jeder 4. Arbeitsplatz bedroht, zusätzlich wurden weitere Ausgliederungen angekündigt. Bisher ist das Management nicht von seinen Abbauplänen abgerückt. Aus diesem Grund fanden heute im Rahmen des Aktionstags Versammlungen und Kundgebungen an allen großen NSN-Standorten in der Bundesrepublik statt.
An den drei Münchner Standorten beteiligten sich insgesamt 1 000 Beschäftigte an den Aktionen.
Georg Nassauer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats: „Die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens hängt von seiner Innovationsfähigkeit ab. Statt Personalabbau brauchen wir eine Innovationsoffensive gemeinsam mit den Beschäftigten.“
Zeitgleich kommen heute in München Managementvertreter und Gesamtbetriebsrat im Rahmen einer Wirtschaftsausschusssitzung zusammen. Das Management will die bisherigen Abbaupläne der Arbeitnehmerseite detailliert vorstellen. Doch die Arbeitnehmervertreter wollen etwas anderes: Sie fordern eine deutliche Korrektur der Abbauzahlen und eine langfristige Perspektive für die NSN-Mitarbeiter in Deutschland.
Michael Leppek, NSN-Koordinator der IG Metall München: „Die Beschäftigten haben mit ihren heutigen Aktionen ein deutliches Signal an das NSN-Management gesendet: Nehmen Sie diese Horrorzahlen zurück!“


