Produktion und Absatz der Metall- und Elektroindustrie (M+E) stiegen im Jahr 2007 um rund acht Prozent. Die Gewinne erreichten ein neues Rekordniveau. Selbst die Zahl der Beschäftigten nahm erstmals seit sechs Jahren wieder zu, insgesamt um rund 130.000. Aber: mehr als die Hälfte dieser neuen Arbeitsplätze ist ungesichert.
Denn die Zahl der in der M+E-Industrie eingesetzten Leiharbeiter stieg um 43.000 und die Zahl der befristet Beschäftigten um rund 26.000. Nur 61.000 der neuen Arbeitsverträge sind unbefristet.
M+E: Wachstum bringt neue Arbeitsplätze
Im vierten Jahr des Aufschwungs in der- Metall- und Elektroindustrie ist die Zahl der Arbeitsplätze wieder gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2007 wuchs die direkte Beschäftigung um 85.000 oder 2,5 Prozent auf 3,5 Millionen. Anfang 2008 zählte die Metallindustrie sogar 3,57 Millionen Beschäftigte. Produktion sowie Umsätze stiegen in 2007 um rund acht Prozent an. Die hohe Auslandsnachfrage stimulierte die inländische Nachfrage nach Investitionsgütern. Gerade am Beispiel des Jahres 2007 zeigt sich, dass gute M+E-Tarifabschlüsse den Beschäftigungsaufbau sogar befördern.
So erfreulich die Beschäftigungsentwicklung auch ist, es gibt erhebliche Wermutstropfen. Denn ein großer Teil der Neueinstellungen bekommt nur befristete Arbeitsverträge. Und auch die Zahl der in der Metallindustrie eingesetzten Leiharbeiter (indirekte Beschäftigung) wächst rapide.
Ungesicherte Arbeit auf dem Vormarsch
Nach dem IAB-Betriebspanel ist die Zahl der befristeten Arbeitsplätze um ein Fünftel (+20%) angestiegen. Mitte 2007 wurden 154.000 gezählt, 26.000 mehr als ein Jahr zuvor. Damit stieg die Befristungsquote auf 4,2 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 3,6 Prozent.
Die Zahl der in der M+E-Industrie eingesetzten Leiharbeitnehmer stieg sogar um ein Viertel (+25%), und damit noch drastischer. Mitte 2007 wurden 215.000 gezählt, 43.000 mehr als ein Jahr zuvor. Auf 100 regulär Beschäftigte kommen derzeit rund sechs Leiharbeiter. Im Vorjahr waren es noch fünf.



