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29.03.2006
Kein Verständnis für Verzögerungstaktik

(München) Die IG Metall Bayern erwartet bei den 34 Warnstreiks im Laufe des heutigen Tages11 970 Beteiligte.Bei den ersten 16 Warnstreikaktionen in den Nachtstunden haben 2 170 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Bis zum Mittag fanden bereits acht weitere Warnstreiks in München, Regensburg , Augsburg, Neu-Ulm-Günzburg und Schwabach statt.

Bei den Warnstreiks beteiligten sich 7.800 Beschäftigte. Bis zum späten Abend erwartet die IG Metall Bayern bei weiteren 10 Warnstreiks nochmals etwa 2.000 Beteiligte.

„Die hohe Beteiligung ist eine klare Beteiligung an die Arbeitgeber, endlich ein Angebot auf den Verhandlungstisch zu legen“, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern bei der ersten Bilanz der Warnstreiks. Auch wenn die Arbeitgeber öffentlich den Eindruck erweckten, sie hätten ein Angebot vorgelegt, dann ist das unwahr. Wir haben sie in der letzten Tarifverhandlung gefragt, ob sie uns ein Angebot vorlegen können; das haben sie entschieden verneint.

Spontan formierte sich bei der Kundgebung auf dem MAN-Gelände in München ein Demonstrationszug zum Vorstandsgebäude. Dort forderten die Beschäftigten einen Standortsicherungsvertrag. „MAN verdient gut und die Beschäftigten wollen klare Zukunftsperspektiven von der Firma bekommen“, forderte der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Dorn. Harald Flassbeck, 1. Bevollmächtigter der IG Metall München sagte vor den Streikenden, dass diese Warnstreiks müssen die Arbeitgeber als großes Zeichen des Unmuts zur Kenntnis nehmen und endlich am Verhandlungstisch Bewegung zeigen.

Bei BMW in Regensburg nahmen alleine 2 800 Beschäftigte der Frühschicht am Warnstreik teil und forderten die Arbeitgeber auf, die moderate Lohnforderung der IG Metall zu erfüllen.

Bei Ingolstädter Automobilhersteller Audi informierte die IG Metall die10 000 Beschäftigten der Frühschicht über den Stand der Tarifgespräche. Peter Mosch, Betriebsratsvorsitzender bei Audi: „Auch Audi verdient gut und unsere Kolleginnen und Kollegen sollen davon profitieren. Deshalb werde sich die Audi-Belegschaft auch an den Warnstreiks beteiligen, da sich sonst nichts bewegt.“

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Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

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